MARC RAABE ÜBER 
»IM MORGENGRAUEN«

MARC RAABE ÜBER »IM MORGENGRAUEN«

© Hans Scherhaufer

INTERVIEW

Was erwartet BKA-Ermittler Art Mayer in »Im Morgengrauen«?

Im Grunde genommen ist es der Fall seines Lebens. Er wird zu einer Toten in der U-Bahn gerufen, und der Bundeskanzler ist verschwunden. Beides ist anscheinend miteinander verbunden. Und: zwischen Arts Leben und dem des Kanzlers gibt es so viele Schnittpunkte, dass es unweigerlich sehr persönlich wird. Das fängt schon damit an, dass Juli, die Frau des Kanzlers, Arts große Liebe ist.

Wie immer gibt es bei Dir einen zweiten Handlungsstrang. Spielt er wieder in einer weit zurückliegenden Vergangenheit?

Ja, den gibt es – natürlich. Diesmal liegt er aber nur ein paar Wochen in der Vergangenheit, nämlich vor dem Verschwinden des Kanzlers. Es geht um eine junge Frau, die sich Kessy X nennt.

Diese junge Frau – Kessy X – lässt sich auf einen gefährlichen Deal ein. Was treibt sie an?

Kessy wird durch einen Zufall in die Welt des Bundekanzlers hineingezogen. Und dann kommt sie plötzlich nicht mehr heraus und wird zum Spielball von finsteren Leuten. Kessy muss über sich hinauswachsen, um sich selbst zu retten, und vor allem ihre Schwester. Dabei entwickelt sie eine unglaubliche Energie. Die Frage ist, ob das reicht, um lebend aus dieser Sache herauszukommen. 

Nele Tschaikowski, Arts Kollegin beim BKA, hat in diesem Fall auch zu kämpfen. Worum geht es für sie?

Oh, ja. Für Nele spitzen sich die Dinge in ihrer Partnerschaft zu. Gleichzeitig muss sie eine schwere Entscheidung treffen. Ist sie für Art oder gegen ihn? Und wenn sie sich für ihn entscheidet, dann weiß sie, dass sie sehr alleine dasteht. 

Eine meiner Lieblingsfiguren ist Milla, Arts kleine Nachbarin. Wie kommt sie zurecht?

Milla ist wie immer ein großes Überraschungspaket. In »Im Morgengrauen« bringt ihre Neugier sie in Teufels Küche, und sie steigt in eine fremde Wohnung ein – in welche, darf ich natürlich noch nicht verraten.

Du bist für Deine Lesungen bekannt, was liebst Du an diesem Format?

Zum einen liebe ich es, vorzulesen und meinen Figuren genau die Stimme zu geben, die ich beim Schreiben im Kopf hatte. Zum anderen ist es einfach toll, mit Lesern ins Gespräch zu kommen. Lesungen haben immer diese zwei besonderen Momente: Es knistert vor Spannung, und es ist ausgelassen, locker und lustig. Wobei – ist es gut, als Thriller-Autor ein Interview mit dem Wort lustig zu beenden? Hm. Also: es ist natürlich immer sehr spannend ;-)

Das Interview führte Katrin Fieber (Lektorin) mit Marc Raabe.


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